Diese Seite soll zu einer politischen Weiterbildung beitragen und zum nachdenken über die herrschenden Verhältnisse anregen. Desweiteren befinden sich auf dieser Seite Informationen die über verschiedene Themenbereiche aufklären. Die Seite wird fortgehend mit Texten/Informationen, die unserer Meinung nach „gut“ sind bereichert.

Kriminalität
Wer die macht hat, darf sortieren, wer und was >kriminell< ist bzw. eben (noch) nicht. Kriminell ist dann z. B. der Gebrauch von einigen (nicht allen!) Drogen - nicht kriminell sind z. B. die Pharmamultis, die in Deutschland, der Schweiz und Frankreich etwa Medikamente und Pestizide produzieren, die in Europa nirgends mehr zugelassen sind und mit denen Menschen in Afrika und Lateinamerika fahrlässlig vergiftet werden. Ein paar andere Beispiele: kriminell sind jene, die die Depots von Vernichtungswaffen blockieren - nicht kriminell sind jene, die diese Waffen erfinden, verkaufen, installieren, einsetzen wollen. Kriminell sind jene, die seit Jahren leerstehenden, verfallenden Wohnraum wieder instand(be)setzen und bewohnen wollen - nicht kriminell sind jene, die den Wohnraum künstlich knapphalten und der Allgemeinheit vorenthalten und damit spekulieren wollen. Kriminell sind die kleinen LadendiebInnen, die sich ihre Mahlzeiten etwas aufbessern und an den in den Schaufenstern plazierten, für sie oft finanziell unerreichbaren Erzeugnissen aus der Warenwelt teilhaben wollen - nicht kriminell sind die gesellschaftlich oft akzeptierten und anerkannten Milliarden bertrüger, die, wie zuletzt >Baulöwe< Schneider, Hunderte Handwerksfamilien in den Ruin zu treiben drohen. Kriminell sind die sich Aufrüstung und tödlichen Kriegsspielen verweigernden Deserteure und Totalverweigerer - nicht kriminell sind die im Namen von Staat und Ordnung morden lassenden Regierenden usw. usf.
Die Beispiele sind Legion, deutlich wird: die Geschichte der Kriminalität läßt sich auch als eine Geschichte der Ausgrenzung, Unterdrückung und Disziplinierung von Menschen und Menschengruppen, als eine Geschichte von Bestrafungspraktiken, mit denen die Normenverstöße geahndet werden, lesen. Wobei die Definition dessen, was da ein Normenverstoß ist, eben nicht überall gleichermaßen und auch nicht für alle Zeit unverrückbar glültig ist, sondern den jeweiligen Machtverhältnissen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie kulturellen und ökonomischen Entwicklungen unterliegt. Gerade eben diese Bereiche mit den stärksten Eingriffen in das vielbemühte >Allgemeinwohl< (z. B. Zerstörung der Umwelt, Wirtschaftsdelinquenz, Kriegsverbrechen) werden vom Strafrecht bis heute weitgehend ausgeblendet.

Antikapitalismus: Schwarzbuch Kapitalismus

Das Kapital – Eine Zusammenfassung

Für uns hat die Finanzkrise nicht erst im zweiten Halbjahr 2008 begonnen. Das finanzielle Desaster ist für viele
Menschen bereits seit mehreren Jahrzehnten alltägliche Realität. Der einzige Unterschied heute, ist die Tatsache, dass diesmal auch die Oberschicht um ihren Wohlstand fürchten muss. Allein um ihren Wohlstand und den Erhalt des Staates zu sichern, wurde das ach so großzügige Kunjunkturpaket 2 aus dem Ärmel gezogen und zeitgleich mehr als 100 Mrd. Euro für angeschlagene Banken und Konzerne bereitgestellt.
Dabei sind es gerade jene Banken, die auf Grund von Geldgier und Missmenagement die aktuelle Finanzkrise auslösten.
Selbst, wenn die Maßnahmen greifen sollten, dienen sie allein zur ökonomischen Gesundung von Staat und
Privatunternehmen.
Später müssen die entstandenen Schulden wieder getilgt werden. Wie immer werden wir, die bereits zu wenig zum
Leben und zu viel zum sterben haben, die Zeche zahlen müssen. Es ist leider nicht das erste Mal, dass wir ihren Karren aus dem Dreck ziehen sollen. Der Dank dafür ist Kurzarbeit, Niedriglöhne, Renten- kürzung, Hartz 4 und weitere Schweinerein, die den Politikern und Chefs zukünftig noch einfallen werden. Mit anderen Worten: sobald deren Krise beendet ist, fängt unsere erst richtig an! Damit ist jetzt Schluss! Es ist an der Zeit diesen Unfug zu beenden. Lasst sie doch ihren Scheiß selber fressen.
Wir müssen selber sehen wo wir bleiben, also lasst uns organisieren, für ein selbstbestimmtes Leben und eine Welt
ohne Klassenunterschiede, Geschlechtertrennung, Rassismus und Zerstörung der Natur. Damit meinen wir jedoch nicht den Gang zur Wahlurne, wo wir den nächsten Ausbeuter wählen, der nur im Interesse des Kapitals handelt und uns das blaue vom Himmel verspricht. Oder den
Gewerkschaftsbossen glauben zu schenken, die nur ihre Eigenen und die Interessen der Herschenden vertreten. Lasst uns statt dessen soziale Generalstreiks organisieren und die Konzerne und Fabriken besetzen. Produzieren wir nach unseren Bedürfnissen und unter unseren selbstgewählten Arbeitsbedingungen für die Interessen der Allgemeinheit, denn wir wissen selber am besten, was gut für uns ist!
Nie wieder Lohnsklaverei und Klassensysteme!
Nie wieder Gewaltherrschaft des Staates!
Kapitalismus abschaffen!
Für eine solidarische und freie Gesellschaft!
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Marxistische Krisentheorie:
Marx hat mehrere Gründe für die kapitalistische Krise genannt auf die wir eingehen werden.
Doch die Krisentheorie von Marx ist natürlich weiterentwickelt worden und an die Veränderungen des Kapitalismus angepasst worden. Die komplette Darstellung würde den Rahmen sprängen, da es wesentliches ökonomisches Vorwissen voraussetzt, deshalb bleiben wir vorerst bei der Krisentheorie von Marx, die ja auch nicht falsch ist.

Überproduktionskrise – Unterkonsumptionserklärung
Die Produktivität des einzelnen Menschen steigt stetig, da mit dem technischen Fortschritt
der einzelne immer mehr produzieren kann. Doch die Löhne steigen nicht mit der Produktivität, so dass auf der einen Seite mehr Waren angeboten werden, aber es auf der anderen Seite keine Abnehmer gibt. Ein Grund für das Ungleichgewicht ist, dass irgendwann der Markt gesättigt ist, wir können nicht unendlich viel essen oder Kleidung tragen.
Der andere Grund ist, dass die Löhne nicht mit der Produktivität steigen, sondern der Kapitalist jetzt weniger Arbeiter braucht, um die gleiche Menge Waren zu produzieren. Folglich entlässt er meistens Arbeiter, die wiederum kein Geld haben um sich Waren zu kaufen. So raubt sich der Kapitalist seinen eigenen Markt und produziert trotzdem munter weiter, weil er auf der einen Seite die gesellschaftliche Nachfrage nicht kennt und auf der anderen Seite seine Konkurrenten ausboten will. So fängt die Spirale der kapitalistischen Krise an und reißt alles mit sich.

Akkumulationskrisenerklärung: Der tendenzielle Fall der Profitrate
Was den Kapitalisten interessiert ist nicht der Profit sondern die Profitrate, welcher das Verhältnis des Mehrwertes zum eingesetzten Kapital darstellt. Folglich was er vorher zahlen muss, um eine bestimmten Höhe des Profites zu erlangen. Also ist die Profitrate der treibende Motor der kapitalistischen Produktion: es wird nur produziert, wovon sich der Kapitalist Gewinn verspricht. Doch innerhalb der kapitalistischen Produktion herrschen ökonomische Gesetze. Eines dieser Gesetze ist der tendenzielle Fall der Profitrate.
Der Kapitalist kann entweder die Löhne senken um sein Anteil zu erhöhen, oder er nutzt produktivere Maschinen um einen Extraprofit zu erzielen. Doch solche Maschinen kosten immer mehr Geld, weil länger geforscht werden muss und sie immer komplexer werden.
Doch nur der Mensch ist fähig mehr zu produzieren, als er benötigt, folglich einen Mehrwert zu schaffen. Aber der Anteil der eingesetzten lebendigen Arbeit (ArbeiterInnen) sinkt im Verhältnis zu der eingesetzten toten Arbeit (Maschinen …).
Der Kapitalist muss nun mehr Kapital investieren um gleich viel Gewinn zu erzielen, da seine Konkurrenten auch die neusten Maschinen haben und so sein Vorteil schwindet, so sinkt die Profitrate.
p = Profitrate
m = Mehrwert
c = konstantes Kapital
v = variables Kapital

Gegentendenzen zum tendenziellen Fall der Profitrate:
- Ausbeutungsgrades der Arbeiter wird erhöht
- konstanten Kapitals (Maschinen, Material) wir billiger
- Außenhandel führt zu Billigen von Rohstoffen
Die Gegentendenzen wirken zwar dem Fall der Profitrate entgegen, aber tendenziell sinkt die Profitrate und dadurch kommt es immer wieder zu Krisen. Durch Absatzprobleme stehen dann auch die Fabriken still und Maschinen werden verschrottet.
Wenn wieder ein Konjunkturhoch entsteht, dann wird erneut wieder investiert und der Zyklus wiederholt sich auf einer verschärften Stufe, bis die Krise zur einer Weltwirtschaftskrise wird oder viele Produktionsinstrumente vernichtet werden.

Die Ware:
Die Grundlage für die marxistische Werttheorie bildet die Unterscheidung von Gebrauchswert und Tauschwert. Eine Ware wird dadurch zur einer Ware in dem es beide Eigenschaft hat, also einen Gebrauchswert und einen Tauschwert.

Gebrauchswert
Der Gebrauchswert realisiert sich im Nutzen der Ware, folglich kann es menschliche Bedürfnisse befriedigen. (z.B Mineralwasser stillt den Durst)
Tauschwert
Der Tauschwert stellt sich also darin da, dass eine Ware gegen eine andere Ware in einer bestimmten Proportion getauscht werden kann. Sie hat also dadurch Tauschwert, weil es zuvor einen Gebrauchswert für einen anderen hat.

„Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, daß sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken. Soweit sie Gebrauchswert, ist nichts Mysteriöses an ihr, ob ich sie nun unter dem Gesichtspunkt betrachte, daß sie durch ihre Eigenschaften menschliche Bedürfnisse befriedigt oder diese Eigenschaften erst als Produkt menschlicher Arbeit erhält. Es ist sinnenklar, daß der Mensch durch seine Tätigkeit die Formen der Naturstoffe in einer ihm nützlichen Weise verändert. Die Form des Holzes z.B. wird verändert, wenn man aus ihm einen Tisch macht. Nichtsdestoweniger bleibt der Tisch Holz, ein ordinäres sinnliches Ding. Aber sobald er als Ware auftritt, verwandelt er sich in ein sinnlich übersinnliches Ding. Er steht nicht nur mit seinen Füßen auf dem Boden, sondern er stellt sich allen andren Waren gegenüber auf den Kopf und entwickelt aus seinem Holzkopf Grillen, viel wunderlicher, als wenn er aus freien Stücken zu tanzen begänne.“ (Marx, Das Kapital, S. 85)

Die Ware Arbeitskraft
Im Kapitalismus wird alles zur einer Ware auch die menschliche Arbeitskraft. Sie hat also einen Gebrauchswert und einen Tauschwert.
Der Tauschwert der Ware Arbeitskraft, welche nur in Form der lebenden ArbeiterInnen besteht, realisiert sich in den Reproduzierungskosten der Ware Arbeitskraft selbst.
Die Reproduzierungskosten der Ware Arbeitskraft beinhalten alle Kosten, die notwendig sind um die Arbeitskraft als Ware aufrechtzuerhalten. Der Kapitalist kauft die fertige Arbeitskraft, folglich muss in den Reproduzierungskosten auch die Reproduzierungskosten der Arbeiterklasse an sich
beinhaltet sein. Der Lohn stellt also den Tauschwert der Ware Arbeitskraft dar.
Der Gebrauchswert der Ware Arbeitskraft ist, dass der Arbeiter oder die Arbeiterin einen bestimmten Zeitraum
für den Kapitalisten arbeitet.
Außerdem gehört zum Gebrauchswert der Ware Arbeitskraft, dass diese Ware selber Werte schaffen kann und zwar mehr Wert als sein Tauschwert, also sein Lohn ist.

Die Mehrwertproduktion:
Die eingekaufte Ware Arbeitskraft schafft für den Kapitalisten Werte, diese Werte sind höher als die Ware Arbeitskraft kostet, folglich entsteht ein Mehrwert. Um diesen Mehrwert dreht sich der ganze Kapitalismus. Der Kapitalist hat nun den Nutzen Mehrwertschaffung von der Ware Arbeitskraft erhalten.
In diesem Prozess wir auch Geld zu Kapital:

„Indem der Kapitalist Geld in Waren verwandelt, die als Stoffbildner eines neuen Produkts oder als Faktoren des Arbeitsprozesses dienen, indem er ihrer toten Gegenständlichkeit lebendige Arbeitskraft einverleibt, verwandelt er Wert, vergangne, vergegenständlichte, tote Arbeit in Kapital, sich selbst
verwertenden Wert, ein beseeltes Ungeheuer, das zu ‚arbeiten’ beginnt, als hätt’ es Lieb’ im Leibe.“ (Marx, Das Kapital, S. 209)
Wert einer Ware
Der Wert einer Ware wird häufig mit dem Preis einer Ware verwechselt. Der Preis realisiert sich auf dem Markt durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und stellt somit die Wertrealisierung dar. Im gesellschaftlichen Durchschnitt werden die Waren für ihren Wert verkauft.
Die Wertbildung einer Ware stellt sich aber in der Produktion heraus, denn der Wert eine Ware bestimmt sich nach der in ihr innewohnenden Arbeitszeit, die zur Herstellung der jeweiligen Waren gesellschaftlich notwendig ist. Dies wird auch Arbeitswerttheorie genannt.

Extremismustheorie:
Extremismustheorie als Broschüre zum Lesen u. Downloaden: hier

Anarchismus:
Einführung in den Anarchismus

Die anarchistische Alternative – Selbstorganisation statt parlamentarische Fremdbestimmung

Der Nationalismus – eine Gefahrenquelle!

Herrschaft ausmachen – Blick ins Herz der Finsternis

Infos über Burschenschaften und Studentenverbindungen:

Info über Studentenverbindungen/Burschenschaften